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Hauptverhandlung wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges

Landgericht Lüneburg PM Nr. 47/21 Edinger

Lüneburg. Am 14. Oktober 2021 um 9:30 Uhr beginnt in Saal 121 vor der 11. Großen Strafkammer des Landgerichts Lüneburg die Hauptverhandlung gegen einen heute 30-jährigen Angeklagten wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten zur Last, sich mit weiteren Beteiligten zusammengeschlossen zu haben, um im August 2018 unter Nutzung einer in Lüneburg ansässigen Firma Betrugstaten zu begehen. Mit den drei weiteren Beteiligten soll der Angeklagte einen Onlineshop betrieben haben, in dem Gold, Silber und weitere Produkte mit hohem Edelmetallanteil, zum Beispiel Münzen, Barren und Uhren, gegen Vorkasse zum Verkauf angeboten worden seien, wobei die Beteiligten nicht vorgehabt hätten, die Verträge tatsächlich zu erfüllen. In 89 Fällen sollen Kunden auf eine entsprechende Aufforderung hin den Kaufpreis und Versandkosten überwiesen haben, ohne dass es zu einem anschließenden Versand der hochwertigen Kaufgegenstände gekommen wäre. Die insgesamt überwiesene Summe von fast 1. Mio EUR sollen die Beteiligten für sich verwendet haben.

Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft. Die Hauptverhandlung dient der Klärung, ob die erhobenen Vorwürfe zutreffen; für den Angeklagten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.

Fortsetzungstermine sind auf den 18., 22. Oktober, 02., 05., 10., 23., November, 02. und 15. Dezember 2021, jeweils um 9.30 Uhr und voraussichtlich in Saal 121, bestimmt. Die Kammer hat eine Sachverständige hinzugezogen. Sie und acht Zeugen sind zum zweiten Verhandlungstag geladen.


Artikel-Informationen

erstellt am:
13.10.2021

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